Eine enttäuschende 470er Europameisterschaft ist zu Ende
Diese EM war gezeichnet von langen Wartezeiten und groben "Windspielereien".
Der Tiefpunkt war der erste Finaltag, der mit reichlicher Verspätung begann. Die 41 Boote starke Gold Flotte der Herren wurde erst kurz nach 16:00 Uhr von der Leine gelassen. Bei 1-3 Beaufort aus westlicher Richtung knüpften Matthias Schmid und Florian Reichstädter zunächst an ihrer steigenden Leistung an.
Dann kam es wie es die beiden, aufgrund der Erfahrungen der letzten Tage befürchtet hatten. Auf der zweiten Runde blieben die Österreicher auf Rang acht liegend in einem Flautenloch hängen, der zehnminütige Stillstand kostete Matthias und Florian 32 (!) Plätze. "Es war total chaotisch, wir sind mit der ersten Verfolgergruppe einfach liegen geblieben und mussten tatenlos mit ansehen, wie ein Boot nach dem anderen an uns vorbei segelte", zeigte sich Matthias fassungslos. Die rote Laterne hatte mit Nick Rogers übrigens der Olympia-Zweite von 2008 in Händen, nicht viel besser erging es Matias Bühler und Felix Steiger (SUI), die Sieger des Frankreich-Weltcups.
Das Medal Race war daher außer Reichweite. "Unsere Befürchtungen wurden bei weitem übertroffen", fand ein bitter enttäuschter Florian. "Schade für die wirklich bemühten Veranstalter und Segel-Österreich."
Jetzt geht es für die beiden darum, den 5. Weltcup-Platz zu verteidigen bzw. zu verbessern. Nächste Möglichkeit ist dabei die Kieler Woche vom 20. bis 28. Juni.
